Rosamunde Quartett

Alina Ibragimova, Violine

Pablo Hernán Benedí, Violine

Emilie Hörnlund, Viola

Claire Thirion, Violoncello

 

Franz Schubert (1797–1828)

Streichquartett Nr. 13 a-Moll D 804 «Rosamunde»

Allegro ma non troppo – Andante – Menuetto – Allegretto – Trio

– Allegro moderato

 

 

Ausgezeichnet in der Kirche Rougemont am 17. Juli 2018.

Schuberts Quartett interpretiert von Chiaroscuro Quartet

Im Mittelpunkt des Konzert des Chiaroscuro Quartet, geleitet von Alina Ibragimova,  steht das grossartige Streichquartett «Rosamunde», in dem sowohl Melancholie im ersten Satz mit der Melodie des Liedes «Gretchen am Spinnrad», als auch Lebensfreude, dritter Satz in Form eines Ländler, zum Ausdruck kommen.

Auf dem Weg zur grossen Sinfonie

Ist 1820 für Schubert ein schlechtes Jahr, in dem er keines der in Angriff genommenen Werke zu beenden vermag, so scheint der Musiker 1824 entschlossen, sich wieder zu fassen. Nachdem Schubert den Zyklus Die schöne Müllerin beendet hat, wendet er sich wieder derKammermusik zu, um sich über sie »den Weg zur grossen Sinfonie zu bahnen«, wie er selbst sagt. Er beginnt die Komposition eines Streichquartetts in d-Moll und das unter dem Titel «Der Tod und das Mädchen» bekannt ist – und nimmt dann ein anderes Quartett in Angriff, das ihm erlaubt, alte Themen wiederzuverwerten: dasjenige seiner Ballettmusik zu Rosamunde – das im Andante auftaucht und diesem Streichquartett Nr. 13 seinen Namen Rosamunde gibt – sowie das Thema eines auf Schillers Gedicht Die Götter Griechenlands geschriebenes Lieds von 1819, das im Menuett zu hören ist.

Die Uraufführung vom 14. März 1824 im Musikverein Wien ist ein glänzender Erfolg und hat eine sofortige Publikation des Werks bei Sauer und Leidesdorf zur Folge. Dem Violinisten Ignaz Schuppanzigh gewidmet, bleibt dieses Streichquartett das einzige, das zu Lebzeiten Schuberts veröffentlicht wird.

Chiaroscuro

Der italienische Begriff «chiaroscuro» steht für die Helldunkel-Malerei des Barock. Starke Kontraste sollen den Bildern mehr Räumlichkeit und Ausdruck verleihen. Im übertragenen Sinn streben auch die Mitglieder des Chiaroscuro Quartets nach diesem Effekt. Sie musizieren auf Darmsaiten und versuchen, den barocken und klassischen Spielweisen möglichst nahe zu kommen. Das Chiaroscuro Quartet besteht seit gut zehn Jahren und hat sich in dieser Zeit den Ruf eines erstklassigen Ensembles für Musik der Mozartzeit erarbeitet. Das neu geschaffene Programm «Menuhin’s HeritageArtists» soll die künstlerische Verbundenheit von besonders talentierten jungen Musikern fördern und dem Publikum die Möglichkeit geben, ihre Entwicklung über Jahre hinweg zu verfolgen. Das von der Geigerin Alina Ibragimova (einer der letzten Schülerinnen Lord Menuhins) geleitete Chiaroscuro Quartet kann dafür als Beispiel stehen.

 

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