Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19

Kristian Bezuidenhout, Klavier

Kammerorchester Basel
Giovanni Antonini, Leitung

 

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19

 

Aufgezeichnet am 2. September 2016 im Festival-Zelt Gstaad

Kristian Bezuidenhout wurde 1979 in Südafrika geboren. Er begann sein Studium in Australien, beendete es an der Eastman School of Music in den USA und lebt nun in London. Nach anfänglicher Ausbildung zum modernen Pianisten wandte er sich historischen Tasteninstrumenten zu, studierte Cembalo bei Arthur Haas, Hammerklavier bei Malcolm Bilson sowie Aufführungspraxis bei Paul O’Dette. International bekannt wurde Kristian Bezuidenhout mit 21 Jahren, als er den renommierten ersten Preis und den Publikumspreis beim Fortepiano-Wettbewerb in Brügge gewann. Kristian Bezuidenhout ist regelmässig Gast bei den führenden Ensembles der Welt, dirigiert auch gerne vom Klavier aus und musiziert häufig mit Künstlern wie John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Pieter Wispelwey, Daniel Hope, Viktoria Mullova und Mark Padmore.

 

Obgleich es als Klavierkonzert Nr. 2 bekannt ist, handelt es sich um das erste Klavierkonzert, das Beethoven komponiert hat. Die erste Fassung des Opus 19 in B-Dur aus den Jahren 1794 und 1795 trägt der Komponist erstmalig am 31. März 1795 im Burgtheater in Wien vor, der Stadt, in der er sich gerade niedergelassen hat. Doch Beethoven ist nicht zufrieden und widmet sich dem Werk drei Jahre später erneut, indem er die Klavierpassagen anlässlich eines Konzerts in Prag mehrmals überarbeitet. Zwischenzeitlich komponiert und veröffentlicht er das Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur. Das Konzert in B-Dur wird dagegen erst im Dezember 1801 vollendet und veröffentlicht, als der Komponist bereits das 3. Klavierkonzert in Angriff genommen hat. Wilhelm Kempff, einer der überragenden Interpreten dieses Werks, vermerkt dazu: «Es ist überraschend, dass der junge Beethoven, der aus einem viel härteren Holz geschnitzt war, ein Musikstück von derart entzückender Anmut verfassen konnte, in dem sich vereinzelt noch Spuren aus der alten Stilrichtung des Rokoko finden.»

 

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