7. August, 20.30 Uhr live

Patricia Kopatchinskaja, Violine
Fazil Say, Klavier

Franz Schubert (1797-1828)
Sonatine für Violine und Klavier Nr. 2 a-Moll D 385
Johannes Brahms (1833-1897)
Violinsonate Nr. 3 d-Moll op. 108
Leoš Janáček (1854-1928)
Violinsonate gis-Moll JW VII/7

Die Liste der treuen Weggefährten des Festivals ist lang! Patricia Kopatchinskaja und Fazil Say haben für ihr musikalisches Feuerwerk Musik von Schubert und Brahms und die viel zu selten intonierte Violinsonate von Janáček gewählt. «Ich habe diese Sonate 1914 geschrieben, als wir in Mähren auf die Russen warteten», so der Komponist. Die Russen, die er im Herzen trägt und deren Seele und Kultur in seiner Musik anklingen, ebenso wie Themen aus seiner eigenen Oper «Katja Kabanova», in der – was sonst – eine russische Geschichte erzählt wird, sind in diese Sonate eingegangen.

Patricia Kopatchinskaja

Künstlerbeschreibung

Wer immer daran zweifelt, dass musikalische Interpretation spontan und unvorhersehbar sein kann, soll zu einem Konzert von Patricia Kopatchinskaja kommen! Die moldawische Violinistin sprüht vor Vitalität; die sie von der Spitze ihres Geigenbogens bis zu ihren nackten Füssen – sie tritt meist barfuss auf – erfüllt! Kein Wunder also, dass sie den Dialog zwischen der Musik der Vergangenheit und der Musik der Zukunft pflegt, dass sie bei den zeitgenössischen Komponisten Begeisterung hervorruft – diese können sich keine glühendere Botschafterin vorstellen.
Bei vielen Gelegenheiten hat das Gstaad Menuhin Festival – ebenso wie ihre Freundin und musikalische Partnerin Sol Gabetta – von ihrer Begeisterung profitiert. Sie hat hier, in Gstaad, Schöpfungen von de Jorge Sánchez Chiong, Mark Anthony Turnage, Pēteris Vasks und Francisco Coll vorgestellt.

 

Corelli in Moldawien

Alle (oder fast alle) Künstler habe ihre Webseite – den unvermeidlichen Spiegel der modernen Zeit. Aber nur wenige zeigen mehr als farbloses Marketing. Die Webseite von Patricia Kopatchinskaja ist eine dieser wenigen. Man findet hier Texte, die sie selbst geschrieben hat, in denen sie die Werke ihres Repertoires reflektiert, ebenso wie sehr persönliche Gedanken über die verschiedensten Themen (Warum ist man ein Musiker? Mit Terre des hommes in Moldova…)

Patricia Kopachinskaja, stammt aus Moldawien und ist sehr mit dem Land ihrer Vorfahren verbunden. Sie zeigt ein besonderes Interesse am Dialog zwischen den Kulturen:
Moldawien? «Durch seinen Zugang zum Schwarzen Meer unterhält das Land seit römischer Zeit enge kulturelle Beziehungen zu allen Mittelmeerregionen. Man kann sich vorstellen, dass die grossen italienischen Violinisten der Barockzeit (Corelli, Tartini) so gespielt haben könnten, wie heute die Geiger in den moldawischen Dörfern spielen, mit diesem aussergewöhnlichen Gefühl für Rhythmus, für Harmonie. Sie sind sehr empfänglich für die Einflüsse von aussen, vor allem für die aus der arabischen Welt.»
Patricia Kopachinskaja: Eine ganze Welt in einer Violine.

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Kommentare zu “Patricia Kopatchinskaja & Fazil Say

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